Wenn das Frühstücksbuffet jede Woche dasselbe ist, aber jeden Montag neu gepostet werden muss
Du hast ein Frühstücksbuffet, das jeden Samstag stattfindet. Oder einen Aktionstag, der sich monatlich wiederholt. Bisher hieß das: an jedem Sonntagabend die Erinnerung im Handy, reinklicken, denselben Beitrag noch einmal tippen, hochladen. Wer das ein paar Monate durchhält, ist die Ausnahme.
Im Google-Unternehmensprofil gibt es inzwischen zwei Funktionen, die diesen Wochenrhythmus deutlich entlasten — wenn man weiß, wo sie sind und wo sie eben nicht sind.
Was du planen kannst — und was nicht
Im Profil legst du drei Arten von Beiträgen an: Beitrag (Update), Angebot und Veranstaltung. Bei der Planung gibt es einen wichtigen Unterschied, den Google nicht groß erklärt.
- Beitrag (Update): Du kannst ihn für einen späteren Zeitpunkt planen — Datum und Uhrzeit einstellen, dann veröffentlicht Google ihn automatisch. Eine Wiederholung gibt es bei diesem Typ nicht.
- Angebot: Hier gibt es das Feld „Turnus“. Du wählst „Einmalig“, „Wöchentlich“, „Monatlich“ oder einen benutzerdefinierten Rhythmus. Das Angebot taucht dann automatisch wieder im Profil auf.
- Veranstaltung: Auch hier steht das Turnus-Feld zur Verfügung. Sinnvoll für alles, was sich regelmäßig wiederholt — Stammtisch, Kursabend, Sonderöffnung.
Der Turnus sitzt also nur bei den Beitragstypen, die ohnehin ein Start- und Enddatum haben. Update-Beiträge bleiben einzeln.

Drei Beispiele, die in Schleswig-Holstein passen
Damit das nicht abstrakt bleibt — drei Anwendungen, wie sie in Betrieben hier vor Ort tatsächlich Sinn ergeben.
Restaurant in Eutin, Frühstücksbuffet samstags. Du legst ein Angebot an: Titel „Sonntagsfrühstück satt“, Beschreibung mit den Eckdaten, Start- und Endzeit auf Samstag 9 bis 12 Uhr, Turnus „Wöchentlich“. Einmal angelegt, läuft das wochenlang ohne neuen Klick.
Friseur in Plön, Aktionstag am ersten Montag im Monat. Veranstaltung anlegen: „Männer-Schnitt-Montag“, einmal im Monat, Turnus „Monatlich“. Das Profil zeigt dann immer rechtzeitig den kommenden Termin an.
Ferienwohnung in Heiligenhafen, Last-Minute-Rabatt für nicht gebuchte Wochen. Angebot mit individuellem Turnus, Laufzeit zwei Wochen, Wiederholung alle vier Wochen während der Nebensaison. Wer einen festen Rhythmus hat, baut den einmal — und vergisst ihn.
Wo der Turnus an Grenzen kommt
Drei Dinge solltest du wissen, bevor du das Profil auf Autopilot schaltest.
- Inhalte werden identisch wiederholt. Wenn sich Preise ändern, Zeiten verschieben oder das Foto veraltet, muss jemand reingucken. Der Turnus ist eine Wiederholung, keine Pflege.
- Google bewertet wiederholte Inhalte vorsichtig. Was zu generisch klingt oder beliebig wirkt, kann an Sichtbarkeit verlieren. Konkrete Angebote (Datum, Ort, Preis) sind sicher. Marketing-Sprüche im Turnus werden langweilig — für Kunden wie für Google.
- Die normalen Update-Beiträge bleiben Handarbeit. Wer das wöchentliche „Heute frisch im Laden“-Posting plant, kann das einzeln zeitlich vorausplanen, aber nicht in den Turnus geben.
So planst du einen Beitrag — kurz und konkret
Im Profil unter „Beiträge“ auf „Beitrag hinzufügen“, dann den Typ wählen.
- Beim Update den Schalter „Diesen Beitrag planen“ aktivieren und Datum und Uhrzeit eintragen. Veröffentlichen. Fertig.
- Beim Angebot Titel, Beschreibung, Start- und Enddatum eintragen, dann unter „Turnus“ die Wiederholung wählen.
- Bei der Veranstaltung dasselbe — Start- und Enddatum, Turnus, optional Foto und Aktions-Button.
Wenn die Wiederholung aufgesetzt ist, läuft sie ohne weiteres Zutun, bis du sie änderst oder das Profil-Beitrags-Element löschst.
Zeitaufwand
Eine sauber aufgebaute Angebots- oder Veranstaltungs-Reihe mit Wiederholung: einmalig 15 bis 20 Minuten, danach Pflege alle drei Monate eine Viertelstunde. Wer drei oder vier wiederkehrende Aktionen sauber im Profil hat, spart sich pro Monat eine spürbare halbe Stunde Klickerei — und das Profil wirkt verlässlich aktiv.
Wenn das in deinem Wochenrhythmus untergeht
Drei feste Termine im Monat planen, alle Vierteljahr reingucken, Bilder austauschen — das klingt machbar. Bis dann der zweite Personalausfall kommt oder die Saison anzieht. Genau die Pflege macht aber den Unterschied zwischen einem lebendigen Profil und einem, das nach zwei Monaten gleich aussieht wie der wöchentliche Aushang an der Tür.
Wer das im Paket möchte: Ich richte die wiederkehrenden Angebote und Veranstaltungen einmal sauber ein, schaue alle zwei bis drei Wochen drüber und tausche aus, was veraltet. Kontakt aufnehmen oder eine kurze Nachricht über WhatsApp.
Über den Autor
Thorsten Lutz ist Berater für lokale Online-Sichtbarkeit in Schleswig-Holstein. Er richtet Google-Unternehmensprofile für kleine und mittlere Betriebe ein, pflegt sie laufend und kümmert sich um wiederkehrende Beiträge im Hintergrund. Mit 29 Jahren Außendienst-Erfahrung in lokalen Betrieben weiß er, welche Funktionen im Profil wirklich Zeit sparen — und welche eher Aufwand produzieren, als sie einbringen.
- Die Basics findest Du in Was poste ich auf meinem Google-Profil? als Vorgänger-Lektüre
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